Workshop - nähen lernen...

Endlich fanden wir die Zeit und den Mut, auch diese Seite hier zu machen. Sie war zwar noch ganz von Anfang an geplant, aber irgendwie fehlte uns bis jetzt die Motivation, auch tatsächlich daran zu arbeiten. Nachdem wir nun jedoch unseren Workshop bei der Bonenkai 2006 gemacht haben, wissen wir, wie man die einzelnen Schritte bis zur Entstehung einer ganzen Puppe auch schriftlich erklären kann. ^-^
Gerade weil diese Seite noch ganz neu ist, sind wir sehr froh, wenn ihr bei jedem kleinsten Problem, das ihr mit dieser Beschreibung haben solltet, uns um Hilfe fragt. So können wir auch die Seite so aktualisieren, dass das in Zukunft jeder verstehen kann. Also: Benutzen wir irgendwo Fachwörter, die wir nicht erklären? Braucht ihr mehr Bilder zu bestimmten Sachen? Schreibt uns bitte an Kakeru@hotmail.de !
Allerdings möchten wir auch darauf hinweisen, dass wir hier ein paar Bilder mehr haben, als man vielleicht auf den ersten Blick erkennt. Die Links in [eckigen Klammern] führen nämlich auch zu Bildern - Fotos, Zeichnungen oder Schnittmustern, die euch die Erklärungen veranschaulichen sollen. ^_^

Schnittmuster
Materialien
Grundlagen
Körperteile vornähen
Kopf und Gesicht
Arme und Beine annähen
Die Geburtsstunde der Puppe
Gesicht malen
Haare

Wie ihr seht, sind hier die einzelnen Schritte in der richtigen Reihenfolge erklärt. Ihr könnt sie einen nach dem anderen durchlesen und machen oder euch mit Hilfe der oben aufgeführten Links weiter vorklicken, wenn ihr an einer Stelle Erklärungen für überflüssig haltet.
An den Anleitungen für die Kleidung wird noch gearbeitet, aber mit der Zeit werden auch sie hochgeladen.


Schnittmuster

Da sich beim Ausdrucken die Größe der Schnittmuster verändern könnte, haben wir hier für euch ein [Quadrat] mit der Seitenlänge von genau 1cm eingescannt. Daran könnt ihr sehen, ob und wenn ja, wie die Schnittmuster verändert werden.

Bei den Schnittmustern für Arme, Beine und Körper bitte an der roten Linie NICHT nähen!

Das Schnittmuster für das Gesicht ist ein Rechteck mit 10 x 12 cm.

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Materialien

Was ihr auf jeden Fall braucht...

Alle Materialien (abgesehen vom Schlauchband aus der Apotheke) sollte man leicht in einem Näh- oder Bastelladen finden können - einfach vorbeigehen und fragen. Die Verkäuferinnen sind dann auch meist so nett und helfen gern. ^_^

Obwohl die einfache Füllwatte günstiger ist, braucht man, um den Kopf zu formen, richtige Wolle. Für die restliche Füllung kann man auch Füllwatte verwenden.

Wenn ihr eine Puppe mit ungewöhnlicher Hautfarbe (wie unseren Zelgadis) machen wollt, werdet ihr Schwierigkeiten haben, die Haut in einem Bastelladen zu finden. Aber keine Sorge - ein ganz normales T-Shirt ist auch aus Trickotstoff genäht. So, jetzt wisst ihr's, Zel war mal ein blaues T-Shirt. Allerdings lässt sich dieser Stoff nur schwer mit der Nähmaschine bearbeiten. Zum Glück kann man die Puppe auch leicht ganz von Hand nähen. ^^

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Grundlagen

Die folgende Rückstich-Anleitung ist für diejenigen gedacht, die noch nie genäht haben - oder den Rückstich noch nicht kennen. (Wie wir am Anfang ^-^;) Nehmt am besten ein Stück Stoff, das ihr nicht braucht und übt darauf mit einem Faden, dessen Farbe sich gut vom Stoff unterscheidet - damit ihr eure Stiche besser seht.
Wenn ihr aber den Stich schon kennt, könnt ihr diesen Schritt gleich überspringen.

Die optimale Fadenlänge

Wir nähen vorzugsweise mit dem Doppelfaden. Die beste Fadenlänge dafür bekommt man, wenn man ein Ende des Fadens zwischen Daumen und Zeigefinger hält, den Faden dann um den Ellbogen herumführt, bis man wieder bei der Hand ankommt. So ist der Faden nicht so kurz, dass er nach ein paar Stichen ausgeht, aber auch nicht so lang, dass er beim Nähen ständig verknotet.

Der Doppelfaden und der Anfangsknoten

Nun die Nadel ungefähr in der Mitte des Fadens platzieren (so, dass links und rechts von der Nadel gleich viel Faden ist) und an den Fadenenden einen Knoten machen. [So] in etwa müßte das aussehen.
Der Vorteil des Doppelfadens ist, dass man leicht einen sicheren Knoten am Anfang des Nähens machen kann, der bei keinem Stoff und bei keinem Faden aufgehen sollte. Dafür die Nadel am Anfang der Nählinie in den Stoff reinstechen und etwas weiter auf derselben Linie wieder raus, jedoch nicht gleich zuziehen, sondern die Nadel durch die Schlaufe ziehen, die der Doppelfaden zwischen dem Knoten an seinem Ende und der Einstichstelle im Stoff macht. (Was kompliziert zu erklären ist, lässt sich oft viel leichter [zeichnen]. ^^;)
Nun zuziehen. Jetzt könnt ihr beruhigt weiternähen ohne dass die Naht an ihrem Anfang wieder aufgeht. ^_^

Der Rückstich

Nach einigem Ausprobieren haben wir festgestellt, dass es einen Stich gibt, den man für so ziemlich alles an der Puppe verwenden kann - den Rückstich.
Nach dem Anfangsknoten die Nadel nochmal in den Stoff reinstechen (am besten ungefähr an der Stelle, an der der Stich des Anfangsknoten endet), und wieder etwas [weiter] an der Nählinie raus. (Auf dem Foto nicht von der Stecknadel verwirren lassen, die eigentliche Nähnadel sieht man hier gar nicht, sondern nur den Faden. ^^;) Dann mit der Nadel wieder [zurück] zu der Stelle, an der der Anfangsknoten-Stich endet und diesmal noch etwas weiter als vorhin an der Nählinie entlang wieder [raus].
Nun immer weiternähen, dabei mit der Nadel immer an der Stelle rein, wo der bis jetzt letzte Stich aufhört und dann immer etwas weiter raus als man bis jetzt genäht hat.

Der Endknoten

Um das Nähen zu beenden, die Nadel wieder rein- und rausstechen (diesmal am besten mit möglichst kleinem Abstand). Dann die Nadel unter dem so entstandenen kleinen Stich durch-, jedoch wieder nicht gleich zuziehen, sondern die Nadel noch durch diese noch nicht zugezogene Schlaufe durch und dann zuziehen. Es ist ein ähnlicher Knoten wie der Anfangsknoten, und so geht ihr sicher, dass die Naht auch an ihrem Ende nicht aufgeht. ^^
Achtung! Passt auf, dass der Faden beim Nähen nicht zu klein für diesen Endknoten wird. Lieber innerhalb einer Naht mehrmals aufhören und nochmal anfangen, als die ganze Linie auf einem Stück nähen zu wollen und dabei den ganzen Faden verbrauchen, bis man am Ende keinen Knoten mehr machen kann.
Sollte es doch passieren, dass der Faden zu kurz für den Knoten geworden ist, keine Panik! ^_^ Einfach den Faden abschneiden, an dieser Stelle neu anfangen und mit dem neuen Faden ein paar Stiche über das Ende des alten machen - so dürfte er auch nicht aufgehen. ^.~

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Körperteile vornähen

Arbeiten mit dem Puppen-Trickotstoff

Der Trickotstoff wird meist nicht als ein einfaches Stoff-Rechteck verkauft, sondern eher... wie ein Zylinder - ein Stoff, der im Kreis geht und nur an zwei Stellen endet, nicht an vier. ^^; Dabei ist meist erst die rechte Seite des Stoffes außen, also die schöne, die bei der fertigen Puppe auch sichtbar sein soll. Deswegen den Stoff erstmal umdrehen, um auf der linken Stoffseite zeichnen und nähen zu können.
Das ist sehr praktisch, denn so könnt ihr die Schnittmuster für die Beine und Arme gleich nur je zweimal und den Körper nur einmal auf den Stoff übertragen. Denn die zweite Schicht liegt ja gleich drunter. ^-^ Damit sie beim Nähen nicht auseinandergehen, am besten die zwei Stoffschichten mit ein paar Stecknadeln befestigen. Dann mit dem Rückstich zusammennähen - Achtung! Die gerade Linie (auf unseren Schnittmustern in Rot) NICHT nähen.
Ach ja, obwohl wir hier links nähen und man so diesen Faden später nicht sehen können sollte, ist es doch zu empfehlen, den Faden in Hautfarbe zu nehmen, da er ab und zu trotzdem sichtbar ist.

Nun nur noch mit einem kleinen Abstand von der genähten Linie ausschneiden, durch das Loch, das an der nicht zusammengenähten Linie entstanden ist, auf Rechts drehen und die [Beine und Arme] mit Wolle, Watte oder anderer Füllung ausstopfen. (Den [Körper] jedoch noch nicht!) Es heißt, Stofftiere sollten so gefüllt sein, dass beim besten Willen nichts mehr reinpasst. Wir finden jedoch, dass die Puppe dann etwas fett wirkt. Für SD-Figuren ist das wiederum perfekt. Ihr seht, ihr könnt selbst entscheiden, wie viel Wolle/Watte/Füllstoff in eure Puppe reingehört. ^_^
An der bis jetzt fehlenden Linie zusammengenäht werden die einzelnen Körperteile erst etwas später, jetzt gehen wir jedoch zu Kopf und Gesicht über.

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Kopf und Gesicht

Schlauchband vorbereiten

Als erstes schneidet ihr ca. 30 cm vom Schlauchband ab. Auf einer Seite muss er zugenäht werden - am besten im Kreis am Rand entlang nähen und dann am Faden ziehen. Hier lieber doch nicht den Rückstich verwenden, sondern einfach immer weiter vor nähen - rein und wieder raus usw., nie zurück. So lässt sich der Faden dann leichter zuziehen. Die Farbe des Fadens ist hier egal - man sieht ihn später nicht mehr. Deswegen nehmen wir da am liebsten einen schwarzen Faden. Mit dieser Kontrastfarbe zum weißen Schlauchband sieht man gut, was man macht.

Außerdem solltet ihr schon mal ein bisschen Häkelgarn bereitlegen (15cm werden auf jeden Fall reichen).

Kopfform drücken

Glückwunsch! Hier seid ihr bei dem nervigsten Teil des ganzen Puppennähens angelangt. Aaaalso, zuerst entnehmt ihr der Wolle einen oder zwei Streifen und legt sie erstmal irgendwo in greifbare Nähe.
Jetzt nehmt ihr noch etwas von der Wolle und drückt es zusammen, möglichst zu einer Kugelform. Ein bisschen hat es was vom Schneemann-Bauen - zusammenrollen und dabei immer fest drücken. Dieser Arbeitsschritt lässt sich leider auch nicht wirklich gut veranschaulichen. Jedoch haben wir drei Fotos gemacht, die euch vielleicht helfen. Klickt einfach drauf, um sie größer zu sehen:

Das Ziel ist ein ballförmiger Kopf, der so fest zusammengedrückt ist, wie nur möglich. Der Umfang des Kopfes beträgt ungefähr 17 cm. (Schaut zum Vergleich auch Fotos von unseren Puppen - fertigen oder Puppen in Arbeit an, damit ihr eine Vorstellung von der Größe habt. ^^)
Wenn die Kugel - fast - die richtige Größe hat, legt ihr den einen oder die zwei vorgefertigten [Wollestreifen] drüber. (Auf der Zeichnung ist es nur einer, wenn's zwei sind, macht ihr sie so hin, dass sie oben auf dem Kopf ein Kreuz bilden.) Man braucht diese Wollestreifen, damit die Puppe gleich auch unter der Halslinie ein bisschen Wolle hat.

Den so entstandenen Kopf stopft ihr dann in den vorgefertigten Schlauchband. Diesen dreht ihr dabei so um (ähnlich wie beim Kissen-Beziehen), dass die Naht innen ist. Mit dem Häkelgarn [erdrosselt] ihr die Puppe zum Schluss.... ich meine, ihr bindet es unterhalb des Kopfballs um den Schlauchband rum, so fest es geht, damit die Puppe einen Hals hat.

Gesichtsform

Hier könnt ihr sehen, warum wir das kaum reißbare Häkelgarn als Kopffaden bezeichnen. ^-^. Diesmal schneidet ihr eineinhalb mal die optimale Fadenlänge (s. weiter oben) ab - also von der Hand zum Ellbogen, zurück zur Hand und nochmal zum Ellbogen.
Diesen Kopffaden wickelt ihr zweimal um den Kopf und bestimmt dann die Höhe der Augenlinie. Faustregel heißt: Ein bisschen tiefer als die Mitte. Klingt nicht sehr glaubwürdig, aber ihr dürft die Haare nicht vergessen, die noch dazukommen. Wenn man die Augenlinie also höher macht, sieht die Puppe zu alt aus. Wenn ihr eine Puppe besonders kindlich (oder in Manga-Sprache "SD-isch") aussehen lassen wollt, macht die Augenlinie einfach noch etwas tiefer.
Nachdem die Linie nun gefunden ist, zieht ihr den Faden fest zu (es muss ein Abdruck im Gesicht entstehen - ein richtiger Mensch hat ja auch eine deutlich sichtbare Linie in Augenhöhe) und macht einen festen Knoten. Dabei ist zu beachten, dass die Stelle, an der der Knoten ist, später ein Ohr der Puppe sein wird. (Achtung! Den Faden NOCH NICHT abschneiden!)
Jetzt dürft ihr auswählen, auf welcher Seite das Gesicht sein soll - links oder rechts vom Knoten. Ein Fadenende führt ihr dann oben über dem Kopf zum anderen Ohr herüber, das andere Fadenende vorn unten, über's Kinn.
Am anderen Ohr treffen sich die zwei Fäden wieder und werden nochmal fest verknotet. Damit's besser hält, kann man die Ohren noch jeweils an den Kopf annähen. Den Rest des Fadens kann man nun abschneiden.

So sieht das am Ende aus (wobei auf diesen zwei Beispielen die Augenlinie vielleicht doch etwas zu weit unten ist - ihr seht, zwischen der Mitte und der Linie ist noch genug Platz): [Bild 1]; [Bild 2].
Auf dieser [Zeichnung] dagegen ist die Kopflinie ganz Ok.

Gesichts"haut" annähen

Das Gesicht ist der einzige Teil der Puppe, der zwar auch aus dem Trickotstoff genäht wird, aber keine zwei Schichten braucht. Ihr schneidet dafür also aus dem Trickotstoff ein einzelnes Rechteck mit ca. 10x12 cm aus und legt dieses über das Gesicht der Puppe. Mit dem Kopffaden muss die Puppe nochmal erdrosselt werden, diesmal jedoch muss man dabei aufpassen, dass um den Hals herum nicht zu viele Falten entstehen. Aber nicht verzweifeln - eine Puppe ganz ohne Falten hinzukriegen ist zwar nicht absolut unmöglich, aber wirklich sehr, sehr schwer. Yu-chan hat's bis jetzt nur nach stundenlangem Ausprobieren geschafft. Die meisten unserer Puppen aber haben auch ein paar Falten über der Halslinie. Nachdem die Haare angenäht sind und die Puppe Kleidung trägt, fallen sie nur kaum noch auf. ^^ (Was übrigens unterhalb der Halslinie passiert, kann euch gleich egal sein, denn da kommt später eh noch eine Schicht Haut drüber.)
Wenn's so gar nicht klappen will, probiert mal aus, ob's einfacher ist, wenn ihr zuerst den nächsten Schritt - annähen - macht. Diese zwei Schritte sind nämlich sowieso frei vertauschbar.

Bevor ihr das Gesicht mit dem hautfarbenen Faden an den Kopf annäht, solltet ihr es mit Stecknadeln [befestigen]. Dann einfach am Rand entlang nähen.
Macht euch keine Sorgen, wenn die Haut nicht den ganzen Kopf bedeckt - das muss sie auch gar nicht, schließch bekommt die Puppe ja auch Haare. ^_^

Auf [diesem Foto] hier haben wir die Haut auch unterhalb der Halslinie hinten zusammengenäht, damit sie nicht stört - als Alternative kann man Teile davon auch einfach abschneiden.
Übrigens kommt es auch nicht immer vor, dass die Haut sich so hinter dem Kopf trifft wie hier, also keine Panik, wenn da etwas Abstand bleiben sollte! ^^

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Arme und Beine annähen

Arme und Beine oben zunähen

Um die Arme zuzunähen, näht ihr wieder - wie beim Schlauchband - im Kreis am Rand entlang und zieht den hautfarbenen Faden dann zu.
Bei den Beinen dagegen nimmt man wieder die zwei Stoffschichten zusammen und näht sie in einer geraden Linie zu - schließlich müssen die Beine später in die dünnen Seppuku-Schlitze am Bauch reinpassen. Achtung! Dabei solltet ihr aufpassen, dass ihr die Beine von links nach rechts - oder umgekehrt - zunäht, während die Knie nach vorn gerichtet sind. Denn so wie die Beine jetzt zugenäht werden, genauso werden sie später ["aus dem Bauch herauskommen"].

Seppuku - Beine und Arme annähen

Nun kommen wir endlich zum schon so oft erwähnten Seppuku. Falls ihr euch unter dem Wort noch gar nichts vorstellen könnt: Seppuku ist der traditionelle ehrenhafte Selbstmord der japanischen Samurai, besser bekannt als Harakiri - jedoch ist das zweite eine sehr unehrenhafte Bezeichnung dafür, deswegen benutzen wir hier lieber das weniger verbreitete Wort. Um das Seppuku auszuführen, schlitzt ein Samurai sich selbst den Bauch auf.

Alles schön und gut - aber was hat es jetzt mit unserer Puppe zu tun?
Damit die Puppe auch ehrenhaft ist, muss ihr der Bauch gleich auf zwei Stellen aufgeschlitzt werden. Auf dem [Schnittmuster] für den Puppenkörper findet ihr die Markierungen, wo das Seppuku auszuführen ist: 1,5cm über der Mitte des unteren Randes, von da je 1cm nach links und nach rechts. Die Seppuku-Linien sind beide 1,5cm lang. Logischerweise schneidet man auch da nur den Bauch auf, den Rücken nicht - also nur eine der zwei Körperseiten. Außerdem solltet ihr diese Linien auf der [linken Seite] des Stoffes zeichnen - also da, wo ihr den Körper auch zusammengenäht habt.

Nachdem die Linien eingezeichnet und ausgeschnitten sind (nochmal Vorsicht! Nur am Bauch, nicht am Rücken!), kann man den Körper nochmal auf Rechts drehen, ein Bein in einen der Schlitze reinstecken, den Körper wieder auf Links drehen und das Bein hier, "von innen" annähen. Das gleiche mit dem zweiten Bein.

Die [Arme] werden nicht auch gleich am Körper angenäht, sondern bis jetzt am anderen Teil der Puppe - unterhalb der Halslinie, wo später noch die Schultern entstehen werden. Hier ist zu beachten, dass die Daumen nach vorn gerichtet sind.

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Die Geburtsstunde der Puppe

Nun sind wir bei dem schönsten Teil des Nähens angekommen. Während der Ausführung kann er zwar etwas nerven, aber das Ergebnis ist endlich die verdiente Belohnung für all die Mühen, die das Nähen bis jetzt mit sich gebracht hat - die einzelnen Körperteile verbinden sich hier endlich zu einer ganzen Puppe, deswegen auch das Wort "Geburtsstunde" in der Überschrift. ^_^

Ihr [zieht] den Puppenkörper über dieses Etwas, was wir bis jetzt unter dem Hals haben, drüber. Dann tut ihr bei Bedarf noch etwas Füllung in den Körper rein, denn die Wolle unter dem Hals wird wahrscheinlich nicht reichen. Und nun [näht] ihr mit einem hautfarbenen Faden die zwei Körperschichten an den Schultern zusammen, ebenso um die Arme und um den Hals herum. Das ist völlig OK, dass der Stoff diese Linie nicht genau nachmacht, beim Nähen wird es sich schon ausgleichen. ^^
Damit es nicht zu schwer ist, solltet ihr auch hier den Stoff zuerst mit Stecknadeln [befestigen].
[Happy Birthday!] ^__^

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Gesicht malen

Ein Gesicht kann man mit Stoffstiften... oder ganz einfach mit Copics malen. ^_^ Am besten davor noch mit einem Bleistift vorzeichnen. Das Wichtigste, worauf man da achten sollte: Die Augen sollten auch auf der Augenlinie liegen. Alles andere ist euch überlassen. ^^
Wenn ihr ein paar Beispiele haben wollt, können wir euch wieder nur die Fotos von unseren Puppen empfehlen - fertigen oder Puppen in Arbeit. ^.^

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Haare

Es gibt zwei Möglichkeiten, Haare für eine Puppe zu machen.

Möglichkeit eins - "Haarstoff"

So haben wir zum Beispiel die Haare von Caine oder die von Muraki und Tsuzuki gemacht. (Wobei Tsuzukis Haare immer noch zu lang sind... wir sollten sie endlich richtig schneiden. ^^;) Dafür in Bastelläden einfach nach Puppenhaaren fragen - ihr bekommt dann so ein Haar-Rechteck. Daraus schneidet ihr einen passenden Teil ab und näht ihn mit einem Faden in derselben Farbe an den Puppenkopf.
Wenn man jedoch versucht, die Haare in einem einzigen Teil an den Kopf anzunähen, kommt nichts Gutes dabei heraus, weil dieser "Haarstoff" die Rundung des Kopfes nicht so leicht nachmachen wird. Man sollte deswegen mindestens 3-4 Teile ausschneiden und einzeln annähen, unter Umständen auch mehr. Leider gibt es da keinen besseren Rat mehr als: Probiert's einfach aus!
Hier ist ein [Foto] von einem Zwischenschritt.

Anschließend die Haare in die gewünschte Länge schneiden und kämmen - z.B. mit einem Barbie-Haarkamm. ^-^;

Diese Haare sehen zwar realer aus, haben aber den Nachteil, dass sie nicht unendlich lang sein können. Außerdem haben wir sie bis jetzt nur in eher realistischeren Haarfarben gesehen. Wollt ihr, dass eure Puppe deutlich längere Haare als Schulterlang hat oder z.B. blaue Haare, solltet ihr euch die zweite Möglichkeit anschauen.

Möglichkeit zwei - Häkel- oder Stickfaden

So haben wir u.a. die Haare von Hijikata, Zelgadis oder auch die Federn an den Backen des Gushô-Shin gemacht.
Dafür braucht ihr einen schönen Faden (der eigentlich zum Häkeln oder zum Sticken gedacht ist) in der von euch ausgewählten Farbe und entweder eine Häkelnadel oder eine dicke Nähnadel. (Solltet ihr die zweite nehmen, wird wohl allerspätestens hier der Fingerhut zum Einsatz kommen. ^^)
Nun die Haare einfach durch die Kopfhaut durchziehen und immer einen Knoten machen. Am besten erstmal ein bisschen länger als sie später werden sollen und anschließend - wenn die Puppe alle Haare hat - die gewünschte Frisur schneiden.
Auch hier ein [Zwischenschritt].

Die Haare ganz oben und vielleicht auch hinten am Kopf, wo keine Gesichtshaut ist, sondern nur der Schlauchband, werden natürlich etwas leichter gehen, aber ihr werdet sehen, dass man sie auch durch den Hautstoff durch bekommt. Solltet ihr häkeln können, wird es euch vielleicht interessieren, dass bei Zelgadis zuerst eine "Mütze" gehäkelt wurde, die genau den Teil des Kopfes bedeckt, er nun mit Haaren bedeckt ist. Diese Mütze wurde zuerst an den Kopf angenäht und dann erst die Haare da rein gemacht. So ging das Haare-Reinmachen etwas leichter, außerdem kann man sich da erst recht sicher, dass man zwischen ihnen nicht auch mal Kopfhaut sieht. Allerdings zeigt das Beispiel Hijikata, dass man die Kopfhaut am Ende so oder so nicht sieht und dass das ganze durchaus auch ohne eine solche Mütze machbar ist.

Wie ihr seht, man kann bei dieser Methode immer nur höchstens 2-4 einzelne Haare auf einmal machen, wobei die einzelnen Haare auch deutlich dicker sind als bei der ersten Methode. Dafür könnt ihr die Haarfarbe und -länge ganz frei bestimmen. Außerdem lassen sich so besonders ausgefallene Frisuren wie die von Zelgadis leichter machen. ^^

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